Being Black in AI in Canada: Ein neuer Bericht fordert die Einbeziehung von afrozentraler KI-Governance und einen Innovationsfonds
Der Bericht „Being Black in AI“ untersucht die Situation und Beteiligung afrikanischer, karibischer und schwarzer Gemeinschaften in der kanadischen KI-Branche und schlägt einen neuen Rahmen für inklusive afrozentral orientierte KI-Governance vor.
Analyse der aktuellen Situation
Der Bericht stellt fest, dass ACB-Kanadier 4,3 Prozent der Bevölkerung ausmachen, jedoch weniger als zwei Prozent der Führungspositionen in der KI innehaben und eine Lohnlücke von 10 bis 18 Prozent in technischen Berufen erleben. Zudem erhalten weniger als ein Prozent der Risikokapitalfinanzierung schwarze gegründete KI-Startups, während Gesichtserkennungssysteme weiterhin Ungenauigkeiten bezüglich Hauttönen aufweisen.
Ein neuer Ansatz: Afrozentral orientierte und afrodiasporische KI
Der Bericht fordert einen grundsätzlichen Wandel in der Konzeption und Governance von KI, der afrozentral orientierte und afrodiasporische Wissenssysteme fördert. Dazu gehören Relationalität, Handlungsfähigkeit, gemeinschaftlicher Konsens und kollektiver Nutzen. Es wird ein Bedarf an gesetzlich verankerten ACB-Gemeindedatenprinzipien hervorgehoben, um sicherzustellen, dass schwarze Gemeinschaften die Kontrolle über die über sie gesammelten Daten behalten und von darauf basierenden KI-Systemen profitieren.
Empfehlungen
Der Bericht fordert die Regierung auf, das Gesetz über künstliche Intelligenz und Daten zu ändern, um verpflichtende Gleichheits- und Menschenrechts-Folgenabschätzungen einzuführen, öffentliche Fördermittel an die Berichterstattung zu rassistischer Diskriminierung zu binden und eine Mindestvertretung von ACB in allen öffentlichen KI-Beratungsgremien gesetzlich zu verankern. Universitäten werden aufgefordert, afrikanische und karibische philosophische Traditionen in ethische KI-Lehrpläne zu integrieren und die 50-prozentige Abbrecherquote schwarzer Studierender zwischen Bachelor- und Doktoratsniveau zu verringern.
Ein Innovationsfonds von 100 Millionen Dollar
Der Bericht schlägt die Einrichtung eines Innovations- und KI-Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar vor, um ACB-geführte KI-Startups mit Kapital und Zuschüssen zu unterstützen.
Eine 36-Monats-Roadmap
Der Bericht bietet einen stufenweisen Umsetzungsplan für politische Entscheidungsträger, die Industrie und Wissenschaft, einschließlich Meilensteinen wie verpflichtender demografischer Berichterstattung, erweiterten Stipendienprogrammen und der Etablierung Kanadas als globalen Führer in inklusiver KI-Governance.
Der 38-seitige Bericht wurde im April 2025 initiiert und vollständig von Freiwilligen als zivilgesellschaftlicher Beitrag während einer Phase rascher KI-Entwicklung erstellt. Basierend auf seinen Erkenntnissen arbeitet das Institut nun an der Entwicklung von Schulungs-, Workshop- und Bildungsprogrammen, um systematische Veränderungen im kanadischen KI-Ökosystem voranzutreiben.