IABs Gesetzesentwurf zur Verantwortung von KI-Unternehmen für Publisher-Inhalte

Was ist das IAB-Gesetz zur Verantwortung von KI für Verlage (und was passiert als Nächstes)?

In dieser Woche hat das Interactive Advertising Bureau neue Schutzmaßnahmen vorgeschlagen, um zu verhindern, dass KI-Bots online Inhalte frei ernten.

Der Präsident und CEO des Verbandes enthüllte den rechtlichen Rahmen – das Gesetz zur Verantwortung von KI für Verlage – während des jährlichen Führungstreffens des IAB.

Ziele des Gesetzes

Das Gesetz zielt darauf ab, KI-Unternehmen für unrechtmäßiges Scraping und das Nichteinhalten der „No Crawling“-Spezifikationen der Verlage in ihren robots.txt-Dateien zur Verantwortung zu ziehen, deren Durchsetzung notorisch schwierig ist. Die Nichteinhaltung hat verheerende Folgen für Verlage.

Ein aktueller Bericht zeigt das wachsende Ökosystem von Drittanbieter-Webscrapern, die entwickelt wurden, um KI- und Unternehmensentwickler zu bedienen, oft um Paywalls herum operierend und Webkontrollen umgehend. Diese Scraper missachten die robots.txt-Dateien.

Rechtslage und unrechtmäßige Bereicherung

Künstliche Intelligenz-Unternehmen haben in Urheberrechtsklagen argumentiert, dass sie kein Unrecht begehen, wenn sie Inhalte von Verlagen scrapen, da die „Fair Use“-Doktrin die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material erlaubt, um etwas Neues zu schaffen, das nicht mit dem Originalwerk konkurriert.

Das Gesetz steht jedoch über dem üblichen US-Urheberrecht und allen bundesstaatlichen Gesetzen, da es auf dem US-amerikanischen Gewohnheitsrecht basiert, das die unrechtmäßige Bereicherung behandelt. Diese behauptet, dass eine Partei etwas von einer anderen ohne Entschädigung nimmt und daraus Gewinn zieht, ohne dass es eine „Fair Use“-Verteidigung gibt.

Was das Gesetz konkret vorsieht

Das Gesetz erlaubt es Personen, Bot-Betreiber vor Gericht zu bringen, wenn sie feststellen, dass ihre Informationen ohne Bezahlung von ihren Seiten gescraped werden. Sie können den Wert des Inhalts oder jegliche Gewinne, die durch umgeleitete Besucher verloren gingen, zurückfordern.

Verlage können:

  • Alle Gewinne, die der Bot-Betreiber aus der Nutzung des Inhalts erzielt hat, einziehen.
  • Eine gerichtliche Anordnung zur Beendigung der unbefugten Nutzung erhalten.
  • Gerichtskosten zurückfordern.

Verstöße könnten zu dreifachen Schäden führen, was bedeutet, dass die Unternehmen dreimal die Verluste zahlen müssten, die sie verursacht haben, wenn sie:

  • Die Identität, Natur, den Zweck und den operativen Umfang ihrer Bots nicht genau offenlegen.
  • Die Funktion eines Suchbots mit der eines Scraping-Bots verwechseln.
  • Die robots.txt nicht einhalten.

Ausblick auf die nächsten Schritte

Das IAB hat den Gesetzesentwurf an den Senat und Schlüsselmitglieder des Kongresses gesendet und plant derzeit, sich mit Gesetzgebern zu treffen, um das Problem zu erläutern und wie dieses Gesetz dazu beitragen könnte, es zu lösen. Der nächste Schritt besteht darin, einen Mitglied des Kongresses zu finden, der den Gesetzentwurf unterstützt.

Das Ziel ist es, eine gesetzliche Lösung nicht erst nach dem Auftreten einer Krise zu suchen, sondern vorausschauend zu handeln, um Schäden zu vermeiden.

Praktische Umsetzung und Compliance

Wenn dieses Gesetz in Kraft tritt, liegt die rechtliche Verantwortung weiterhin bei den Verlagen, die nachweisen müssen, dass KI-Unternehmen ihre Seiten ohne Entschädigung scrapen. Das Gesetz würde jedoch eine neue Grundlage für ihre Ansprüche bieten.

Eine Bestimmung im Gesetzesentwurf sieht „dreifache Schäden“ vor, die als Hauptanreiz für KI-Unternehmen dienen sollen, ihr Scraping-Verhalten einzustellen.

Herausforderungen bei der Verabschiedung

Es wird erwartet, dass Gesetze wie dieses durch verschiedene Ausschüsse gehen und dann im Repräsentantenhaus und im Senat abgestimmt werden. Die Genehmigung könnte jedoch durch die Vielzahl an Gesetzentwürfen, die jährlich dem Kongress vorgelegt werden, sowie durch das aktuelle politische Klima erschwert werden.

Das IAB könnte auch auf staatlicher Ebene arbeiten, um ein Gesetz zu erlassen, was jedoch zu einem Flickenteppich von Gesetzen führen würde, die schwer einzuhalten sind.

Fazit

Das IAB hat keine Regierungsbefugnis, um Gesetze zu erlassen oder durchzusetzen, aber als Selbstregulierungsgruppe hat es die Möglichkeit, Einfluss auszuüben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen könnten jedoch in der Praxis schwierig zu vollziehen sein, insbesondere da die Einhaltung von robots.txt-Dateien für eine breite Palette von KI-Entwicklern gelten soll, anstatt für eine definierte Gruppe von Unternehmen.

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