Die neuen Regeln der KI: Ein globaler rechtlicher Überblick
Die rasante Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz hat eine globale Reaktion in Form sich entwickelnder rechtlicher Rahmenbedingungen ausgelöst, die darauf abzielen, ihre Nutzung und Auswirkungen zu regulieren. Im Jahr 2026 stehen Jurisdiktionen weltweit vor den Herausforderungen der KI-Regulierung und versuchen, Innovation mit der Notwendigkeit von Aufsicht in Einklang zu bringen.
Europäische KI-Regulierungsrahmen
Globale Führer in der Regulierung von KI sind die europäischen Institutionen, die folgende Gesetze eingeführt haben:
- KI-Regulierung: KI-Verordnung
- Datenschutz und persönliche Daten: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
- Geistiges Eigentum: Urheberrechtsrichtlinie usw.
- Datenfreigabe und Cloud-Dienste: Datenverordnung
- Cybersicherheit: Richtlinie über Netz- und Informationssysteme
- Online-Plattformen: Digitale Dienste-Verordnung
- Wettbewerbsrecht: Digitale Märkte-Verordnung
Die KI-Verordnung der EU ist als das weltweit erste umfassende Gesetz mit Fokus auf KI in Kraft getreten. Sie richtet sich an Unternehmen mit physischer Präsenz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie in bestimmten Fällen an Unternehmen ohne physische Präsenz im EWR. Die Verordnung reguliert zwei Arten von KI: grundlegende Modelle (allgemeine KI-Modelle) und Anwendungen, die auf diesen Modellen basieren.
Die KI-Verordnung legt eine gestaffelte Reihe von Verpflichtungen fest, die auf dem Risiko basieren, das mit verschiedenen Modellen und KI-Systemen verbunden ist, von minimalen Risiken bis hin zu Hochrisiko- und verbotenen Kategorien.
Am 19. November 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission Vorschläge für ein „digitales Omnibus“-Gesetz, das mehrere wichtige EU-regulatorische Gesetze, insbesondere die KI-Verordnung und die DSGVO, ändern soll. Diese Vorschläge, falls sie in Kraft treten, zielen darauf ab, die KI-bezogenen Compliance-Verpflichtungen zu erleichtern.
Regulierungsrahmen für KI in den USA
Die Vereinigten Staaten haben mit dem „America’s AI Action Plan“ einen mutigen Schritt unternommen, der einen strategischen Rahmen für die Sicherung der nationalen Dominanz in der KI schafft. Der Plan fördert die private Innovationsförderung und hebt die Bedeutung von KI-Systemen hervor, die frei von ideologischen Vorurteilen sind. Zudem wird die Notwendigkeit einer schnellen Entwicklung von KI-Fähigkeiten betont.
Bundesstaatliche Initiativen spiegeln das wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit maßgeschneiderter KI-Regulierungen wider, die spezifische Risiken ansprechen und gleichzeitig Innovationen fördern. Die Bemühungen werden durch die Operation AI Comply der Federal Trade Commission unterstützt, die darauf abzielt, irreführende KI-Praktiken zu adressieren.
Die Exekutive der Regierung hat im Dezember 2025 eine weitreichende nationale Politik für KI eingeführt, die weitreichende Auswirkungen auf Technologieunternehmen und regulierte Industrien hat.
Asiatische KI-Regulierungsrahmen
In Asien hat die Infocomm Media Development Authority in Singapur ein Modell für die Governance von KI zur Förderung von Innovationen in generativer KI ins Leben gerufen. Indien gestaltet aktiv seinen regulatorischen Rahmen mit Initiativen und Richtlinien für die verantwortungsvolle Entwicklung und Bereitstellung von KI, hat jedoch noch keine spezifischen KI-Gesetze verabschiedet.
Fazit
Die Regulierung von KI ist ein dynamisches und sich entwickelndes Feld, das Unternehmen vor Herausforderungen stellt, aber auch Chancen bietet, verantwortungsvoll mit KI umzugehen. Ein tiefes Verständnis der regulatorischen Landschaft und die Implementierung robuster Compliance-Maßnahmen sind entscheidend, um das Potenzial von KI zu nutzen und rechtliche sowie ethische Fallstricke zu vermeiden.