Gerichtsurteil warnt vor verantwortungsvollem Einsatz von KI

ADGM-Gerichtsurteil als Warnung zur ordnungsgemäßen Nutzung von KI

Das ADGM-Gericht hat ein detailliertes Kostenurteil erlassen, das gleichzeitig als praktischer Leitfaden für Anwälte zur verantwortungsvollen Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Rechtsstreit dient.

Fallanalyse

In einem Fall, der aus einem Streit zwischen einem Kläger und einem ehemaligen Mitarbeiter entstand, befasste sich das Gericht mit mehreren Kostenanträgen und sanktionierte die ehemaligen rechtlichen Vertreter des Beklagten wegen KI-bezogener Forschungsfehler, die den Kläger und das Gericht in die Irre führten und belasteten.

Die rechtlichen Vertreter des Beklagten hatten eine Verteidigung vorbereitet, die sich über 327 Absätze und 233 Seiten erstreckte, was eine umfangreiche Überprüfung durch den rechtlichen Vertreter des Klägers erforderte. Zudem stellte der Kläger fest, dass einige der in der Klageschrift zitierten Behörden fiktiv waren oder nicht die vorgebrachte Position unterstützten.

Schlüsse aus dem Urteil

Das ADGM-Gericht stellte fest, dass die Nutzung von KI-Forschung unter juristischen Praktikern zugenommen hat. Es bleibt jedoch die Verpflichtung des Rechtsanwalts, jede von einem KI-Tool vorbereitete Forschung zu überprüfen. Dies beinhaltet die Verifikation, dass die zitierten Behörden existieren und die vorgebrachte Position in der Klageschrift unterstützen. Ohne diese Überprüfung riskieren Anwälte, das Gericht durch ihre Einreichung in die Irre zu führen.

Die Fehler in diesem Fall wurden als „fahrlässig“ beschrieben, was einen Verstoß gegen die ADGM-Gerichtsnormen darstellt und die Schwelle für verschwendete Kosten überschreitet. Trotz der Erklärungen der Anwälte zu Zeit- und Kostenbeschränkungen sowie dem Fehlen von UK-Ratsmitgliedern stellte das Gericht fest, dass Anwälte verpflichtet sind, die Forschung zu überprüfen und zurückzutreten, wenn sie nicht kompetent handeln können.

Globale Implikationen

Das Verhalten der rechtlichen Vertreter wurde als „unvernünftig, wenn nicht sogar unangemessen“ beschrieben, und sie wurden verpflichtet, die Kosten in Höhe von AED 282.508 an den Kläger zu zahlen. Dieses Urteil setzt einen klaren Maßstab für die zukünftige Nutzung von KI im Rechtsbereich und folgt einem Urteil, das 2025 von einem anderen Gericht erlassen wurde, das sich mit dem Missbrauch von KI und der Zitierung nicht existierender Fälle befasste.

Die Zunahme von KI in Rechtsstreitigkeiten wird weltweit beobachtet, und mehrere Fälle haben den unangemessenen Einsatz von KI untersucht. Beispielsweise kam es in einem Fall vor, in dem Anwälte generative KI für rechtliche Recherchen verwendeten, was zu einer Reihe von nicht existierenden Fällen führte. Anwälte sollten sich bewusst sein, dass unbestätigte Ausgaben ein berufliches Risiko darstellen. Daher bleibt es die Verpflichtung aller, die KI für Forschungszwecke nutzen, sicherzustellen, dass die relevanten Fälle existieren, die vorgebrachte Position unterstützen und korrekt zitiert werden.

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