FTC hebt Rytr-Zustimmungsbeschluss auf und fordert bundeseinheitliche KI-Standards

FTC hebt Rytr-Zustimmungsordnung im Zuge der Bemühungen um bundesweite KI-Standards auf

Am 22. Dezember 2025 hat die Federal Trade Commission (FTC) ihre Zustimmungsordnung von 2024 gegen ein generatives KI-Unternehmen aufgehoben, da die ursprüngliche Beschwerde die rechtlichen Anforderungen des FTC-Gesetzes nicht erfüllte und die Ordnung die Innovation im Bereich KI unangemessen belastete. Dies steht im Widerspruch zu den Richtlinien der Regierung zur Förderung der KI-Adoption.

Hintergrund: Die Rytr-Zustimmungsordnung von 2024

Im September 2024 reichte die FTC eine Verwaltungsbeschwerde gegen das Unternehmen ein, in der behauptet wurde, dessen Werkzeug zur Erstellung von Testimonials und Bewertungen generiere falsche und irreführende Online-Bewertungen. Die FTC argumentierte, dass der Dienst den Nutzern die Möglichkeit bot, gefälschte Empfehlungen zu erstellen, was gegen Abschnitt 5 des FTC-Gesetzes verstieß.

Rytr stimmte einer Zustimmungsordnung zu, ohne die Haftung zuzugeben, die dem Unternehmen verbot, jegliche KI-Dienste anzubieten, die sich auf Verbraucherbewertungen oder Testimonials konzentrierten. Ein damaliger Kommissar stimmte der Ausstellung der Beschwerde nicht zu.

Warum hat die FTC die Rytr-Zustimmungsordnung aufgehoben?

Nach einer Anordnung der Regierung wurde die FTC angewiesen, alle Ermittlungen aus der vorherigen Verwaltung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie die Innovation im Bereich KI nicht unangemessen belasten. Die derzeitigen Kommissare kamen zu dem Schluss, dass die ursprüngliche Beschwerde gegen Rytr nicht den Anforderungen für unlautere Geschäftspraktiken entsprach.

Die FTC betonte, dass Technologien mit sowohl legalen als auch illegalen Verwendungen nicht von Natur aus illegal sind, nur weil sie missbraucht werden könnten. Ein potenzieller Missbrauch rechtfertigt keine weitreichenden Verbote, die ganze Kategorien legaler KI ausschließen würden.

Neue Exekutive Anordnung: Bundesvorrang vor staatlichen KI-Gesetzen

Am 11. Dezember 2025 gab das Weiße Haus eine Exekutive Anordnung zur Sicherstellung eines nationalen Politikrahmens für künstliche Intelligenz heraus. Diese Anordnung signalisiert eine Präferenz innerhalb der Regierung für einheitliche bundesstaatliche KI-Standards und die Begrenzung staatlicher KI-Regulierungen. Dennoch setzen Bundesstaaten weiterhin KI-Vorschriften durch.

Ein Beispiel dafür ist das Gesetz zur verantwortungsvollen KI-Sicherheit und -Bildung, das neue Sicherheits- und Offenlegungspflichten für große KI-Entwickler auferlegt. Es wurden auch Gesetze eingeführt, um die Exekutive Anordnung zu blockieren, was zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen könnte.

Was ist als Nächstes zu erwarten?

Die Rücknahme der Rytr-Angelegenheit durch die FTC unterstreicht die sich entwickelnde Politik der Behörde zur Durchsetzung von KI. Künftig wird die Durchsetzung nur dann verfolgt, wenn konkrete Beweise für tatsächliche unlautere oder irreführende Praktiken vorliegen. Die FTC wird weiterhin Akteure verantwortlich machen, die KI nutzen, um gegen das Gesetz zu verstoßen oder Verbraucher zu täuschen.

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