Forderung nach einem ethischen KI-Regulierungsrahmen für kreative Berufe

U.K. Creative Industries fordern einen AI-Regulierungsrahmen

Etwa eine Woche nachdem Hollywood-Größen und Branchenverbände wie die Writers Guild of America und die Recording Industry Association in der Human Artistry Campaign gemeinsam gegen KI-Riesen protestierten, haben sich kreative Gruppen im Vereinigten Königreich zusammengeschlossen, um von ihrer Regierung AI-Schutzmaßnahmen zu fordern.

Die Society of Authors, die Association of Illustrators und mehrere andere Berufsorganisationen im Kunstbereich veröffentlichten heute einen Bericht, der argumentiert, dass die Arbeitsplätze von Autoren, Illustratoren, Musikern, Darstellern und Fotografen ernsthaft gefährdet sind, sofern die britische Regierung keinen Regulierungsrahmen für die Entwicklung generativer KI implementiert.

Wirtschaftliche Verluste durch KI

Der Bericht mit dem Titel „Brave New World? Justice for Creators in the Age of Gen AI“ zeigt auf, dass viele Menschen im kreativen Sektor bereits wirtschaftliche Verluste erlitten haben, da KI-Unternehmen ihre Inhalte ohne Zustimmung oder Vergütung nutzen. Laut dem Bericht haben 86 % der befragten Autoren angegeben, dass KI bereits ihre Einnahmen verringert hat, 72 % berichten von reduzierten Jobmöglichkeiten und 57 % sagen, dass ihre Karriere nicht mehr nachhaltig ist.

Zusätzlich geben 43 % der literarischen Übersetzer und 37 % der Illustratoren an, dass ihre Einnahmen aufgrund von KI gesunken sind, während 36 % und 26 % berichten, dass Aufträge storniert oder umgeleitet wurden.

Durch das Scraping von urheberrechtlich geschützten Buchdatensätzen haben Technologieunternehmen ihre Modelle darauf trainiert, die einzigartigen Stile bekannter Autoren und Illustratoren zu replizieren.

Forderung nach einem Regulierungsrahmen

Um eine Verschlechterung der Situation zu verhindern, fordern die Handelsverbände hinter dem Bericht die Regierung auf, einen globalen Standard für die „ethische, menschzentrierte“ Bereitstellung generativer KI mit der Implementierung eines neuen Regulierungsrahmens, den sie CLEAR nennen, festzulegen. Das Akronym betont die Notwendigkeit von Zustimmung der Kreativen, Lizenzierungsmodellen, ethischer Nutzung von Trainingsdaten, Verantwortung für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke sowie Vergütung und Rechte.

Die Verbände sind der Ansicht, dass der CLEAR-Rahmen „widerspiegelt, was Kreative fordern, nicht eine Ablehnung der Technologie, sondern klare Regeln, die es ermöglichen, Innovation auf eine Weise zu entwickeln, die ihre kreativen Arbeiten respektiert.“

Schlussfolgerung

Der Bericht weist darauf hin, dass die britische Regierung bisher wenig unternommen hat, um KI-Unternehmen zur Einhaltung des Urheberrechts zu zwingen. Ein Vorwort zu dem Bericht erklärt, dass die britische Regierung eines der größten Diebstähle in der modernen Geschichte überwacht: die Entziehung der Rechte, Lebensgrundlagen und Kontrolle über die Arbeiten britischer Kreativer.

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