Flexible Governance für biologische Daten in KI-Systemen

Flexible Governance für biologische Daten zur Unterstützung von KI-Systemen

In einem Policy Forum wird die Notwendigkeit einer erweiterten, jedoch maßgeschneiderten und flexiblen Governance für die biologischen Daten, die zur Entwicklung leistungsstarker künstlicher Intelligenz (KI)-Modelle genutzt werden, diskutiert.

Die rasant fortschreitenden KI-Systeme, die auf biologischen Daten trainiert werden, ermöglichen es Forschern, neue Moleküle zu entwerfen, die Proteinstruktur und -funktion vorherzusagen und umfangreiche sowie komplexe biologische Datensätze auf neuartige Erkenntnisse zu untersuchen, die unser Verständnis von Natur und menschlicher Gesundheit erheblich erweitern könnten. Diese Werkzeuge könnten jedoch auch für gefährliche Zwecke missbraucht werden, wie zum Beispiel zur Entwicklung schädlicher Krankheitserreger oder zur Generierung genetischer Sequenzen, die Sicherheitsprüfungen umgehen. Trotz dieser weithin anerkannten Risiken mangelt es an einer angemessenen Governance, und zunehmend leistungsstarke Modelle werden oft ohne Sicherheitsbewertung veröffentlicht.

Ansätze zur Governance biologischer Daten

Es wird erörtert, wie eine Governance für biologische Daten erreicht werden könnte, um potenzielle Risiken biologischer KI-Systeme zu mindern, ohne deren Forschungspotenzial zu behindern. Genau wie Forscher Einschränkungen beim Zugang zu persönlichen Informationen in genetischen Datensätzen akzeptieren, um die Privatsphäre zu schützen, könnten ähnliche Rahmenbedingungen nur eine enge Klasse besonders sensibler Pathogendaten einschränken, während die meisten wissenschaftlichen Daten offen verfügbar bleiben. Solche gezielten Kontrollen würden es böswilligen Akteuren erschweren, die seltenen und kostspieligen Datensätze zu erhalten, die erforderlich sind, um gefährliche Modelle zu trainieren, ohne legitime Forschung erheblich zu behindern, insbesondere wenn sie mit sicheren digitalen Forschungsumgebungen kombiniert werden.

Eingeschränkte und flexible Aufsicht

Es wird argumentiert, dass diese Aufsicht jedoch begrenzt, gezielt und flexibel bleiben sollte, damit sich die Governance-Rahmenwerke an die erforderlichen technologischen und wissenschaftlichen Fortschritte anpassen können. Darüber hinaus sollte die Forschungsgemeinschaft die Möglichkeit haben, Datenklassifikationen anzufechten, und die zuständigen Behörden sollten versprechen, schnelle und transparente Überprüfungsprozesse sicherzustellen, damit dringend benötigte Sicherheitsmaßnahmen nicht zu Hindernissen für legitime wissenschaftliche Prozesse werden. Die Formalisierung eines Systems zum Datenzugang würde es den Forschern ermöglichen, diese Kontrollen zu überprüfen und zu entwickeln und den Wissenschaftlern und Unternehmen Klarheit in einer derzeit unberechenbaren Umgebung zu bieten.

Der Beginn dieser Arbeiten würde es Wissenschaftlern und Regierungen auch ermöglichen, mehr über die Natur des KI-Risikos zu lernen und die Datenzugangskontrollen anhand konkreter Beweise zu überarbeiten, anstatt nur auf Vermutungen zu basieren.

More Insights

Verantwortungsvolle KI: Ein unverzichtbares Gebot für Unternehmen

Unternehmen sind sich der Notwendigkeit von verantwortungsvollem KI-Betrieb bewusst, behandeln ihn jedoch oft als nachträglichen Gedanken oder separates Projekt. Verantwortliche KI ist eine vordere...

Neues KI-Governance-Modell gegen Schatten-KI

Künstliche Intelligenz (KI) verbreitet sich schnell in den Arbeitsplatz und verändert, wie alltägliche Aufgaben erledigt werden. Unternehmen müssen ihre Ansätze zur KI-Politik überdenken, um mit der...

EU plant Aufschub für AI-Gesetzgebung

Die EU plant, die Anforderungen für risikobehaftete KI-Systeme im KI-Gesetz bis Ende 2027 zu verschieben, um Unternehmen mehr Zeit zu geben, sich anzupassen. Kritiker befürchten, dass diese...

Weißes Haus lehnt GAIN AI-Gesetz ab: Nvidia im Fokus

Das Weiße Haus hat sich gegen den GAIN AI Act ausgesprochen, während es um die Exportbeschränkungen für Nvidia-AI-Chips nach China geht. Die Diskussion spiegelt die politischen Spannungen wider, die...

Ethische KI als Beschleuniger für Innovation

Unternehmen stehen heute unter Druck, mit künstlicher Intelligenz zu innovieren, oft jedoch ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Indem sie Datenschutz und Ethik in den Entwicklungsprozess...

KI im Recruiting: Verborgene Risiken für Arbeitgeber

Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Arbeitgeber Talente rekrutieren und bewerten. Während diese Tools Effizienz und Kosteneinsparungen versprechen, bringen sie auch erhebliche...

KI im australischen Kabinett: Chancen und Sicherheitsbedenken

Die australische Regierung könnte in Betracht ziehen, KI-Programme zur Erstellung sensibler Kabinettsanträge zu nutzen, trotz Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrisiken und Datenverletzungen...