Europäische Unternehmen setzen auf souveräne Cloud-Lösungen für Compliance und Resilienz

Europäische Unternehmen suchen souveräne Clouds für Compliance und Resilienz

Regulatorischer Druck und der Bedarf an digitaler Autonomie erhöhen die Nutzung von Cloud-Diensten in der Region. Laut einem neuen Bericht von Information Services Group (ISG) beschleunigen europäische Unternehmen die Einführung souveräner Cloud-Lösungen, um strengere Vorschriften, geopolitische Risiken und wachsende Anforderungen an Datensouveränität und Transparenz zu adressieren.

Wachstum der souveränen Clouds

Der Bericht über die Multi Public Cloud Services 2025 für Europa zeigt, dass Unternehmen ihre Nutzung souveräner Clouds von Nischenanwendungen, die sich nur auf die Compliance konzentrieren, hin zu grundlegenden Infrastrukturen erweitern, um Arbeitslasten, Dienste und KI-Plattformen unter EU-Recht zu unterstützen. Dieser Wandel verändert die Anbieterlandschaft und erhöht die Dynamik sowohl regionaler Anbieter als auch lokalisierter Hyperscale-Angebote von globalen Anbietern.

Kernkriterien für die Auswahl

Regulatorische Übereinstimmung, operationale Resilienz und kommerzielle Transparenz sind die wichtigsten Kriterien für die Auswahl souveräner Cloud-Plattformen, insbesondere in stark regulierten Branchen. Organisationen erwarten eine multizonen EU-basierte Infrastruktur, vom Kunden verwaltete Verschlüsselungsschlüssel und politikgesteuerte Dienste, die sichere DevOps und Notfallwiederherstellung unterstützen.

Steigende Anforderungen an KI-Infrastruktur

Die beschleunigte Einführung von KI durch Unternehmen führt zu einer steigenden Nachfrage nach souveräner KI-Infrastruktur, die das Training, die Inferenz und die Bereitstellung unter EU-Recht unterstützt. Anbieter reagieren darauf, indem sie Zero-Trust-Architekturen, automatisierte Compliance-Tools und Echtzeit-Bedrohungserkennung in ihre Lösungen integrieren, um Unternehmen zu helfen, sich vor Insider-Bedrohungen und ausländischer Überwachung zu schützen.

Cloud-Sicherheitsstrategien

Um die Cloud-Sicherheit zu stärken, setzen Organisationen auf luftdicht abgeschottete Umgebungen, externes Schlüsselmanagement und vertrauliches Rechnen. Beschaffungsteams bevorzugen zunehmend europäisch geführte Cloud-Anbieter, um die Kontrolle über die Governance zu straffen, rechtliche Risiken zu verringern und operative Unabhängigkeit von externen Entitäten zu erreichen.

Zusammenfassung

Unternehmen, die souveräne Cloud-Dienste suchen, vergleichen Optionen basierend auf Datenkontrolle, Governance-Strukturen und Übereinstimmung mit nationalen Anforderungen. Globale Cloud-Anbieter investieren verstärkt in Europa mit lokal geführten Betriebsmodellen, die darauf ausgelegt sind, die Anforderungen der EU zu erfüllen. Regionale Anbieter erweitern die lokale Infrastruktur für regulierte und öffentliche Sektoren in wichtigen europäischen Märkten und Branchen.

Europäische Unternehmen integrieren souveräne Clouds tiefer in ihre IT-Strategien. Obwohl Vorschriften und Risikomanagement derzeit die Hauptantriebskräfte sind, werden in den kommenden Jahren mehr Unternehmen erwarten, dass die Dienste Funktionen wie Interoperabilität mit Open Source und Nachhaltigkeits-Compliance umfassen.

Der Bericht untersucht auch andere Trends in der Cloud-Nutzung in Europa, einschließlich des wachsenden Einsatzes von fortschrittlicher Verschlüsselung und Compliance-Automatisierung sowie der Erweiterung souveräner Cloud-Marktplätze, die flexible Bereitstellungsmodelle in ganz Europa unterstützen.

More Insights

Verantwortungsvolle KI: Ein unverzichtbares Gebot für Unternehmen

Unternehmen sind sich der Notwendigkeit von verantwortungsvollem KI-Betrieb bewusst, behandeln ihn jedoch oft als nachträglichen Gedanken oder separates Projekt. Verantwortliche KI ist eine vordere...

Neues KI-Governance-Modell gegen Schatten-KI

Künstliche Intelligenz (KI) verbreitet sich schnell in den Arbeitsplatz und verändert, wie alltägliche Aufgaben erledigt werden. Unternehmen müssen ihre Ansätze zur KI-Politik überdenken, um mit der...

EU plant Aufschub für AI-Gesetzgebung

Die EU plant, die Anforderungen für risikobehaftete KI-Systeme im KI-Gesetz bis Ende 2027 zu verschieben, um Unternehmen mehr Zeit zu geben, sich anzupassen. Kritiker befürchten, dass diese...

Weißes Haus lehnt GAIN AI-Gesetz ab: Nvidia im Fokus

Das Weiße Haus hat sich gegen den GAIN AI Act ausgesprochen, während es um die Exportbeschränkungen für Nvidia-AI-Chips nach China geht. Die Diskussion spiegelt die politischen Spannungen wider, die...

Ethische KI als Beschleuniger für Innovation

Unternehmen stehen heute unter Druck, mit künstlicher Intelligenz zu innovieren, oft jedoch ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Indem sie Datenschutz und Ethik in den Entwicklungsprozess...

KI im Recruiting: Verborgene Risiken für Arbeitgeber

Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Arbeitgeber Talente rekrutieren und bewerten. Während diese Tools Effizienz und Kosteneinsparungen versprechen, bringen sie auch erhebliche...

KI im australischen Kabinett: Chancen und Sicherheitsbedenken

Die australische Regierung könnte in Betracht ziehen, KI-Programme zur Erstellung sensibler Kabinettsanträge zu nutzen, trotz Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrisiken und Datenverletzungen...