EU aktualisiert das KI-Gesetz: Regelverzögerung bis 2027
Während künstliche Intelligenz zunehmend in das tägliche Leben integriert wird, kämpfen Regierungen weltweit darum, Innovation und Sicherheit in Einklang zu bringen. Die Europäische Union (EU), die einige der weltweit ersten umfassenden KI-Gesetzgebungen versprochen hat, verschiebt nun wichtige Regeln für KI-Anbieter.
Regelverzögerung
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union planen, ihre neuen Vorschriften für KI-Anbieter 16 Monate nach dem ursprünglich geplanten Inkrafttretensdatum umzusetzen. Die EU-Delegationen kündigten an, dass die überarbeiteten Vorschriften für KI-Systeme, die besondere Gefahren darstellen, im Dezember 2027 in Kraft treten werden.
Die Europäische Kommission schlug die Verzögerung im November vor, um KI-Entwicklern, darunter auch große Anbieter, mehr Zeit zu geben, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Die EU-AI-Behörde hatte ursprünglich zwei Regeln für die Durchsetzung im August angesetzt.
Inhalt der Vorschriften
Die Vorschriften werden in Kraft treten, nachdem die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament den Genehmigungsprozess der Änderungen abgeschlossen haben. Der EU-KI-Gesetzesentwurf verlangt von Organisationen die Einhaltung spezifischer Prozesse beim Training und Einsatz ihrer KI-Modelle.
Das Gesetz wird ein Verbot für die Erstellung von sexuellen oder intimen Inhalten ohne Zustimmung sowie Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch beinhalten, nach einer Kontroverse über sexualisierte Bilder, die durch bestimmte KI-Modelle generiert wurden.
Globale Reaktionen
Im Zusammenhang mit KI setzen auch andere Länder weltweit strengere Altersbeschränkungen für soziale Medien um, die zusammen mit den KI-Gesetzen durchgesetzt werden sollen. Die aktuellen Richtlinien verhindern, dass Benutzer unter 16 Jahren Konten registrieren, um Minderjährige vor Online-Ausbeutung und schädlichen Inhalten zu schützen.
Die Regierung unterstreicht, dass diese Maßnahmen zusammen mit den Sicherheitsvorschriften für KI dazu dienen, Kinder vor automatisierten Systemen zu schützen, die ihre Daten ohne elterliche Genehmigung sammeln.
Berichten zufolge haben bis Anfang 2026 mindestens 72 Länder über 1.000 KI-bezogene Politiken und rechtliche Rahmenbedingungen vorgeschlagen, um öffentliche Sicherheit, ethische Nutzung und Rechenschaftspflicht zu adressieren.