EU-Fortschritte bei obligatorischen Urheberrechtsgebühren für KI-Unternehmen
Die Europäische Union (EU) arbeitet an einem Plan, der obligatorische Urheberrechtsgebühren für Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) vorschreiben soll. Sollte dies gesetzlich festgelegt werden, wird erwartet, dass es auch Einfluss auf andere Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten und Südkorea, haben wird.
Bericht des Europäischen Parlaments
Am 28. wurde im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments ein Bericht mit überwältigender Unterstützung (17 zu 3 Stimmen) verabschiedet, in dem festgestellt wird, dass Schöpfer eine faire Vergütung für die in der generativen KI-Trainingsdaten verwendeten urheberrechtlich geschützten Werke erhalten sollten. Zudem muss der Trainingsdatensatz transparent offengelegt werden.
Der Bericht legt fest, dass KI-Unternehmen öffentlich eine Liste aller urheberrechtlich geschützten Werke, die in ihrem Training verwendet wurden, sowie detaillierte Crawling-Protokolle (den Prozess des Sammelns von Daten aus dem Internet) offenlegen müssen. Außerdem wird eine faire Vergütung für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte durch KI gefordert, die auch rückwirkend für die bisherige Nutzung gelten soll. Was Nachrichteninhalte betrifft, die umfassend von KI-Systemen erlernt wurden, sollten Medienunternehmen die Kontrolle darüber behalten, ob ihre Inhalte im KI-Training verwendet werden.
Ausblick auf zukünftige Regelungen
Dieser Bericht ist kein verbindliches Gesetz oder eine regulative Maßnahme. Dennoch spiegelt er den Drang des Europäischen Parlaments wider, Urheberrechtsgebühren sicherzustellen, bevor die EU-Exekutivkommission in diesem Sommer die Urheberrechtsvorschriften für KI überarbeitet. Die EU hat im Jahr 2024 das KI-Gesetz verabschiedet, welches die Einhaltung bestehender Urheberrechtsgesetze verlangt, aber die Einzelheiten zur Umsetzung und zum Umfang blieben unklar. Sollte der Vorschlag in Gesetzgebung umgesetzt werden, könnten Urheberrechtsgebühren für alle KI-Systeme, die in der EU verwendet werden, gelten.
Globale Rechtsstreitigkeiten
Derzeit laufen weltweit Rechtsstreitigkeiten, einschließlich in Südkorea, zwischen KI-Unternehmen und Inhaltserstellern wie Medienunternehmen und Verlagen. Im August des letzten Jahres hat ein US-amerikanisches KI-Unternehmen eine Urheberrechtsklage von Autoren durch die Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar beigelegt und eine Einigung erzielt.
Fazit
Die Entwicklungen in der EU hinsichtlich der Urheberrechtsgebühren für KI-Unternehmen könnten weitreichende Auswirkungen auf die internationalen Standards im Bereich KI und Urheberrecht haben. Die Diskussion über faire Vergütung und Transparenz in der Nutzung geschützter Werke ist ein wichtiger Schritt zur Wahrung der Rechte von Kreativen in der digitalen Ära.