Ethik und Inklusion in der KI-Governance Indonesiens

Indonesien hebt ethische und inklusive KI-Governance hervor

Am 27. Juni 2025 bestätigte das indonesische Ministerium für Kommunikation und digitale Angelegenheiten sein Engagement für die Verankerung ethischer Prinzipien und Inklusivität in seinen Richtlinien für künstliche Intelligenz (KI). Der stellvertretende Minister für Kommunikation und digitale Angelegenheiten, Nezar Patria, vertrat das Land beim UNESCO Global Forum zu den Ethikfragen der künstlichen Intelligenz in Bangkok.

Übersetzung globaler Prinzipien in konkrete Maßnahmen

Patria betonte die aktiven Bemühungen Indonesiens, die UNESCO-Empfehlung zur Ethik der KI (2021) in konkrete politische Maßnahmen umzusetzen. Er wies darauf hin, dass die Regierung über die bloße Unterstützung globaler Prinzipien hinausgegangen ist, indem sie diese in den sich entwickelnden regulatorischen Rahmen des Landes integriert hat.

„Indonesien hat die ethischen und inklusiven Prinzipien der UNESCO in die tatsächliche Formulierung von Richtlinien und Governance integriert“, erklärte Patria in einer Stellungnahme.

Wichtige Schritte zur KI-Governance

Zu den Maßnahmen, die Patria hervorhob, gehört die nahezu abgeschlossene Entwicklung einer ethikbasierten Roadmap für künstliche Intelligenz, die durch die Einbeziehung mehrerer Interessengruppen entstanden ist. Zudem wurde eine Nationale KI-Bereitschaftseinschätzung (AI-RAM) abgeschlossen, die die sektoralen Stärken und Risiken im Zusammenhang mit der KI-Entwicklung kartiert. Ein formeller regulatorischer Rahmen für KI wird in naher Zukunft erwartet.

Internationale Zusammenarbeit im globalen Süden

Patria forderte eine tiefere Zusammenarbeit unter den Ländern des globalen Südens, um diese gemeinsamen Herausforderungen zu bewältigen. Für Indonesien bedeutet internationale Zusammenarbeit, insbesondere mit dem globalen Süden, nicht nur den Austausch von Technologien, sondern grundlegend auch die gemeinsame Verantwortung für eine ethische und inklusive KI. „Wir müssen auch sicherstellen, dass kein Land in der transformierenden KI-Übergangsphase zurückgelassen wird“, fügte er hinzu.

Das Forum in Bangkok

Das Forum, das vom 24. bis 27. Juni in Bangkok stattfand, brachte Entscheidungsträger, Akademiker und Branchenexperten aus über 190 Ländern zusammen, um die Fortschritte seit der Annahme der UNESCO-Richtlinien zur KI-Ethische im Jahr 2021 zu bewerten.

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