U of M Media Lab organisiert bevorstehende Vorlesung zur Ethik der KI
Erstmals seit vor der COVID-19-Pandemie ist das Media Lab der Fakultät für Kunst wieder aktiv. In diesem akademischen Jahr kehren sie zur Ausrichtung von Veranstaltungen, Workshops und Projekten zurück. Ihre durch Zuschüsse finanzierte strategische Initiative „Beyond the Prompt: Generative AI, Creativity and Responsibility“ konzentriert sich darauf, Gespräche über die neuartigen Auswirkungen von Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) auf die Akademie und unser tägliches Leben zu fördern.
Geplante Veranstaltungen
In den kommenden Monaten werden verschiedene Gastvorträge von prominenten internationalen Künstlern stattfinden, die Werke zum Thema KI geschaffen haben. Diese interdisziplinären Veranstaltungen werden Perspektiven aus Technologie, bildender Kunst, Musik und Ingenieurwesen einbeziehen, um den Mitgliedern verschiedener Fakultäten an der U of M die Zusammenarbeit und den Austausch von Methoden zu ermöglichen.
Erster Vortrag
Die erste Veranstaltung wird die Geschichte der KI mit militärischen Projekten des Kalten Krieges verknüpfen, wenn der amerikanische Künstler Trevor Paglen einen Hauptvortrag hält. Dieser trägt den Titel „The Lizard People: How UFOs, Magic, and Mind-Control Explain Visual Culture in the Age of AI“ und findet am 15. Januar statt. Paglen wird auch am folgenden Morgen in einem Graduierten-Seminar sprechen und begleitende Lektüren bereitstellen.
Kunst und Überwachung
Paglen ist ein konzeptueller Künstler, dessen Arbeiten die Realitäten moderner Überwachungsinfrastruktur und damit verbundene soziale Probleme wie Privatsphäre, Machtverhältnisse und Kontrolle hervorheben – und nun auch die Auswirkungen von KI auf diese Themen. Seine jüngsten Arbeiten wurden von der Geschichte der Gesichtserkennungstechnologie inspiriert.
Weitere Gastredner
Für das Media Lab sind später im Semester weitere Gäste geplant. Die Lakota-Künstlerin und Komponistin Suzanne Kite wird am 31. Januar über die Schnittstellen zwischen KI und indigenen Wissenssystemen sprechen. Der australisch-amerikanische Umweltingenieur und Professor an der New York University, Tega Brain, wird Anfang März über die Infrastruktur und Automatisierung ökologischer Daten referieren. Schließlich wird der iranisch-deutsche Komponist Misagh Azimi Ende März über seine Forschung zur Musikkomposition sprechen, wobei Kite und Azimi voraussichtlich auch Aufführungen ihrer Arbeiten demonstrieren werden.
Dringlichkeit der Diskussion über KI
Die Direktorin des Media Lab betont die Notwendigkeit, KI mit „kritischen Blickwinkeln“ zu betrachten. Die Diskussion soll nicht nur praktische Aspekte wie Plagiarismus behandeln, sondern auch die historischen und gesellschaftlichen Implikationen der Technologie beleuchten. Die Lehrkräfte stehen vor Herausforderungen, wie sie Aufgaben bewerten und mit der Nutzung von KI-Tools durch Studierende umgehen sollen.
Ressourcen und Unterstützung
Das Media Lab ist ein Raum auf dem Campus, der den Studierenden der Fakultät für Kunst audiovisuelle Geräte, technologische Unterstützung und Filmvorführungen bietet. Es hat auch virtuelle Workshops und begleitende persönliche Debatten in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bildung ausgerichtet. Der Raum richtet sich hauptsächlich an Filmstudierende, steht aber allen Studierenden mit medienbasierten Projekten offen.