Preemption ist kein Allheilmittel: Der Kongress muss ein funktionierendes nationales Rahmenwerk für die amerikanische KI-Dominanz schaffen
Die bundesstaatliche Präemption von Landesrecht hat sich sowohl als wichtiges Instrument als auch als Stolperstein für Gesetzgeber und die Regierung herausgestellt, die darauf abzielen, die Vereinigten Staaten als weltweite Führungskraft im Bereich KI zu positionieren. Nachdem der Kongress im letzten Jahr versäumt hat, ein beispielloses Moratorium auf staatliche Befugnisse zur Regulierung von KI in das Haushaltsreformpaket aufzunehmen, nahm der Aktionsplan zur KI der Regierung einen differenzierteren Ansatz. Nach einem gescheiterten Versuch, eine umfassende Präemption zu KI im National Defense Authorization Act (NDAA) einzubeziehen, erließ der Präsident am 11. Dezember eine Exekutive Anordnung, die einen deutlich direkteren und föderal präemptiven Ansatz zur KI-Politik darstellt.
Präemption im Kontext von KI
Die Präemption gilt unabhängig davon, ob die konfliktierenden Gesetze von Legislaturen, Gerichten oder Verwaltungsbehörden stammen. Der Kongress hat in vielen Bereichen das staatliche Regulierungssystem präemptiert. Befürworter einer starken Präemption argumentieren, dass diese notwendig sei, um zu verhindern, dass ein Flickenteppich staatlicher Regelungen die KI-Entwickler mit unterschiedlichen und potenziell inkonsistenten Compliance-Verpflichtungen belastet. Gegner hingegen betonen, dass die Erhaltung staatlicher Befugnisse wichtig ist, um lokale Schäden zu adressieren und Lücken im Bundesrecht zu schließen.
Die Notwendigkeit, einen funktionierenden nationalen Rahmen für die KI-Governance zu schaffen, erfordert von beiden, der Regierung und dem Kongress, entschlossenes Handeln. Laut dem Direktor des Büros für Wissenschaft und Technologie der Regierung kann die Verwaltung die Position Amerikas als globalen Standardsetzer für KI nur mit der Unterstützung des Gesetzgebers fördern.
Die Dringlichkeit für Maßnahmen
Es besteht nahezu einhellige Zustimmung, dass KI eine Generationstechnologie ist, die das globale System verändern kann. Die Kontrolle über ihre Zukunft hat direkte Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Vitalität der Vereinigten Staaten. Die Notwendigkeit, in einem globalen KI-Wettlauf gegen andere Nationen wie China zu bestehen, durchdringt alle Aspekte der Bundespolitik zur KI.
Die KI-Politik der Regierung basiert darauf, Innovationen zu fördern und die amerikanische Dominanz zu sichern. Ein zentrales Element des Aktionsplans ist die Entwicklung und Annahme nationaler Standards für KI-Systeme durch das National Institute of Standards and Technology (NIST).
Der Aktionsplan zur KI
Der Aktionsplan zur KI sieht vor, dass die Bundesregierung den bestehenden rechtlichen Rahmen für KI überprüft, um „erschwerende“ Gesetze zu identifizieren und eine einheitliche föderale Politik zu entwickeln, die staatliche KI-Gesetze, die im Widerspruch zu dieser Politik stehen, präemptiert. Es wird jedoch anerkannt, dass Präemption ein komplexes Puzzle ist, das eine aktive Rolle der Staaten vorsieht, anstatt ein Alles-oder-Nichts-Vorgehen wie das gescheiterte Moratorium.
Die Herausforderung, ein nationales KI-Rahmenwerk zu schaffen, erfordert gesetzgeberische Maßnahmen, um die notwendigen Ressourcen und Autoritäten bereitzustellen. Der Kongress steht vor der Aufgabe, spezifische Maßnahmen zu ergreifen, die die Innovation fördern und gleichzeitig den Schutz der Bürger gewährleisten.
Fazit
Präemption bleibt ein hochrelevanter Teil der Diskussion über die KI-Politik. Dennoch muss das dringende Ziel darin bestehen, die Komponenten eines nationalen Rahmens zu schaffen, der Innovation fördert, die amerikanischen Interessen schützt und die globale Führungsrolle in der KI-Standardsetzung unterstützt. Der Kongress darf nicht zulassen, dass die Herausforderungen und Komplexitäten der Präemption die wichtige Arbeit behindern, die nötig ist, um ein tragfähiges KI-Rahmenwerk zu schaffen.