Effektive Governance von KI-Notizen im Gesundheitswesen

5 Schritte zur effektiven Governance von KI-Skripten

Ambient-AI-Tools erweisen sich als wertvoll, um den Stress und die Dokumentationsbelastung von Klinikern zu reduzieren. Dennoch gibt es Risiken bei der Nutzung dieser Technologien. Eine neue Studie bietet einige Tipps, wie die Governance dieser Tools effektiv und sicher gestaltet werden kann.

Wichtige Erkenntnisse

Gesundheitsorganisationen nehmen Ambient-AI-Tools zunehmend in Anspruch, um die Interaktionen zwischen Arzt und Patient festzuhalten und den Stress, das Burnout sowie den administrativen Druck auf die Klinikern zu verringern.

Es besteht jedoch die Sorge, dass die Governance der Technologien hinter der Adoption zurückbleibt und dass Gesundheitsleiter ihre Kliniker nicht ausreichend auf die sichere Nutzung dieser Tools vorbereiten.

Eine solide Governance und Überwachung können helfen, das Risiko von Transkriptionsfehlern, HIPAA-Verstößen und potenziellen Schäden für Patienten und Anbieter zu reduzieren.

Die Studie der Columbia University zeigt, dass KI-Skripte wertvoll sind, um den Stress und das Burnout von Klinikern zu verringern, indem sie die Dokumentationslast erleichtern. Diese Potenziale müssen jedoch gegen die Risiken von Dokumentationsfehlern, Datenschutzbedenken und mangelnder Transparenz abgewogen werden.

„In Zukunft müssen wir Innovation mit Sicherheitsvorkehrungen in Einklang bringen, indem wir rigorose Validierung, Transparenz, klare Vorschriften und durchdachte Implementierungen sicherstellen, um die Patientensicherheit zu schützen und die klinische Integrität zu wahren“, so die Studie.

Vier Hauptanliegen

Die Studie nennt vier Bedenken im Zusammenhang mit Skripten:

  • Halluzinationen: KI-Tools können ungenaue oder sogar fiktive Inhalte generieren, wie nicht existierende Diagnosen oder Fallstudien.
  • Auslassungen: Ein Skript könnte nicht alle Gespräche erfassen, insbesondere wenn mehrere Sprecher gleichzeitig sprechen.
  • Missverständnisse: Einige KI-Skripte sind möglicherweise nicht in der Lage, medizinisches Fachjargon oder den Kontext bestimmter Fachgebiete zu verstehen.
  • Fehlidentifikation von Sprechern: Bei mehreren Personen im Raum könnte das Skript Schwierigkeiten haben, den Überblick zu behalten, wer spricht.

Ein zentrales Anliegen ist, dass Ambient-Skripte nicht in der Lage sind zu unterscheiden, was in die medizinische Aufzeichnung aufgenommen werden sollte und was nicht. Die Studie stellt fest, dass etwa die Hälfte der Patientenprobleme und 21 % der diskutierten Pflegeinterventionen nicht in die elektronische Patientenakte (EHR) aufgenommen werden.

Weitere Probleme

Zusätzlich gibt es weitere Bedenken:

„Das ‚Black Box‘-Niveau dieser Systeme erschwert das Verständnis, wie sie zu bestimmten Schlussfolgerungen kommen oder wann Fehler auftreten könnten. Dieses Fehlen von Transparenz macht es schwierig, potenzielle Vorurteile innerhalb des Systems zu identifizieren“, berichteten die Forscher.

Die Studie zeigt auch, dass KI-Tools zu erhöhten Erwartungen führen könnten, was dazu führen könnte, dass Ärzte keinen signifikanten Nutzen bei der Nutzung dieser Technologien feststellen.

Die Bedeutung einer starken Governance

Wichtig ist, dass die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzung von KI-Skripten im klinischen Bereich vorhanden sind. Die Studie gibt folgende fünf Empfehlungen:

  1. Rigorose Validierungsstandards festlegen: Verwenden Sie unabhängige, standardisierte Metriken für Genauigkeit, Vollständigkeit und Zeitersparnis.
  2. Transparenz vorschreiben: Stellen Sie sicher, dass Anbieter offenlegen, wie diese Tools funktionieren und welche Daten sie verwenden.
  3. Klare regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln: Definieren Sie Verantwortung und Rechenschaftspflicht bei festgestellten Fehlern.
  4. Durchdachte klinische Protokolle implementieren: Etablieren Sie umfassende Schulungsprogramme und Qualitätskontrollprozesse.
  5. In Forschung investieren: Stellen Sie Mittel bereit, um unabhängige Forschungen über die langfristigen Auswirkungen von KI-Skripten auf die Qualität und klinische Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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