7 Wichtige Erkenntnisse: Die aktuelle KI-Landschaft in Marken und Urheberrecht
In jüngster Zeit wurden mehrere bedeutende Erkenntnisse über die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Marken und Urheberrecht vorgestellt. Diese stammen aus einer Präsentation auf einem Seminar für fortgeschrittenes Markenrecht.
1. KI zur Effizienzsteigerung nutzen – nicht zum Ersatz von Urteilsvermögen
Rechtsabteilungen und externe Berater verwenden KI vor allem als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Workflow-Optimierung, nicht als Ersatz für das Urteilsvermögen von Anwälten. Häufige Anwendungen sind:
- Zusammenfassung umfangreicher Dokumente und rechtlicher Materialien in prägnante, geschäftsfreundliche Formate
- Erstellung von Entwürfen für Verträge, Richtlinien und Schulungsmaterialien
- Unterstützung bei der Argumentation durch Brainstorming mit KI, um Lücken, Gegenargumente oder alternative Perspektiven zu identifizieren
Die Botschaft ist konsistent: KI ist vor allem in den frühen Phasen des Prozesses wertvoll.
2. Transparenz und Abrechnungserwartungen steigen
Kunden verbieten in der Regel nicht die Nutzung von KI durch externe Berater, erwarten jedoch mehr Transparenz:
- Offenlegung: Einige Kunden verlangen, dass die Nutzung von KI in den Abrechnungen angegeben wird, insbesondere wenn dadurch Zeit gespart wird.
- Menschliche Überprüfung ist Pflicht: Unüberprüfte KI-Ergebnisse werden nicht toleriert. Alle KI-unterstützten Arbeiten müssen von einem Anwalt auf Genauigkeit und Vollständigkeit geprüft werden.
3. Menschliche Beiträge bleiben zentral zum Schutz geistiger Eigentumsrechte
Für Markenbildung und kreative Initiativen ist menschliches Engagement entscheidend:
- Urheberrechtsschutz: Viele Organisationen verlangen, dass KI-Ausgaben auf originalen, von Menschen geschaffenen Materialien basieren.
- Kontrollen bei Anbietern: KI-spezifische Ergänzungen in Verträgen werden zunehmend üblich.
- Freigabe bleibt wichtig: Schnelligkeit eliminiert nicht das Risiko, daher sind traditionelle Prüfungen unerlässlich.
4. Unternehmensgerechte KI wird zur Norm
Unternehmen setzen zunehmend auf sichere, unternehmensgerechte KI-Plattformen zum Schutz vertraulicher Informationen:
- Private Umgebungen verhindern, dass interne Daten zur Schulung öffentlicher Modelle verwendet werden.
- Einige Organisationen haben öffentliche KI-Tools auf Unternehmensgeräten vollständig blockiert.
5. Neue rechtliche Risiken und mehr Rechtsstreitigkeiten sind zu erwarten
Die Einführung von KI verändert die Landschaft der Rechtsstreitigkeiten:
- Regulierungsdruck: Neue globale Gesetze zur Datentransparenz werden ein bedeutendes Thema sein.
- Niedrigere Eintrittsbarrieren: KI ermöglicht es weniger erfahrenen Beschwerdeführern, ausgefeiltere Klagen einzureichen.
- Prozess als Schutz: Die Dokumentation von Schutzmaßnahmen wird entscheidend sein.
6. Die rechtliche Landschaft für KI-Training entwickelt sich schnell
Bundesgerichte befassen sich aktiv mit Fragen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien für das KI-Training.
7. Gesetzgeberische und regulatorische Antworten beschleunigen sich
Regierungen reagieren mit neuen Gesetzen und Leitlinien, die speziell auf KI zugeschnitten sind. In den USA wurden bereits mehrere Gesetze eingeführt, die die Auswirkungen von KI auf Urheberrecht und Inhaltsauthentizität adressieren.
Insgesamt ist die KI-Landschaft in den Bereichen Marken und Urheberrecht dynamisch und erfordert von Unternehmen und Rechtsberatern ständige Anpassungen.