‘CLEAR Act’ würde AI-Unternehmen zwingen, Eingaben offenzulegen
Senatoren präsentieren den CLEAR Act, der Technologieunternehmen dazu verpflichten würde, urheberrechtlich geschützte Werke offenzulegen, die zur Schulung ihrer KI-Modelle verwendet wurden.
Gesetzesvorschlag und Anforderungen
Wenn das Gesetz verabschiedet wird, müssten Technologieunternehmen eine Mitteilung beim Copyright-Register einreichen, in der die urheberrechtlich geschützten Werke aufgeführt sind, die zur Schulung ihrer KI-Systeme verwendet wurden. Diese Mitteilungen müssten vor der öffentlichen Veröffentlichung neuer KI-Modelle eingereicht werden, und es wäre auch erforderlich, rückwirkende Mitteilungen für bereits verfügbare KI-Modelle einzureichen.
Das U.S. Copyright Office würde beauftragt, eine offene und zugängliche Datenbank dieser Mitteilungen zu erstellen, um eine größere Transparenz darüber zu gewährleisten, welche Werke für welches öffentlich verfügbare KI-Modell verwendet wurden. Zivilrechtliche Strafen würden gegen Unternehmen verhängt, die nicht den Anforderungen nachkommen.
Schutz der Kreativität
Ein Senator betont, dass KI das Potenzial hat, unser Leben zu verbessern und die Art und Weise, wie wir arbeiten und innovieren, zu verändern. Es sei jedoch notwendig, einen einheitlichen Ansatz zur Implementierung von Schutzmaßnahmen zu verfolgen, die die Arbeiten und Lebensgrundlagen aller Arbeitnehmer, einschließlich Künstler und Kreatoren, schützen.
Ein anderer Senator fügt hinzu, dass der Kongress die Innovation im Bereich KI fördern müsse, jedoch nicht ohne Transparenz und Verantwortung. Der CLEAR Act finde das richtige Gleichgewicht, indem er das geistige Eigentum von Kreatoren schützt und klare Erwartungen an die Unternehmen stellt. Durch die Offenlegung, wie generative KI-Modelle trainiert werden, soll das Vertrauen der Öffentlichkeit in neue Technologien gestärkt werden.
Bipartisanische Unterstützung
Obwohl das Gesetz gerade erst eingeführt wurde, hat es bereits Unterstützung von beiden politischen Parteien sowie von zahlreichen Organisationen gegeben, die sich für die Interessen von Kreatoren einsetzen. Dazu gehören verschiedene Gewerkschaften und Verbände aus den Bereichen Musik, Film und Literatur.
Es besteht ein dringender Bedarf an Transparenz in der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke durch KI-Unternehmen in öffentlich zugänglichen KI-Modellen. Eine Organisation hat betont, dass Transparenz über die Verwendung unlizenzierter urheberrechtlich geschützter Werke durch Unternehmen, die generative KI-Systeme anbieten, dazu beitragen wird, die Rechte der Urheberrechtsinhaber zu respektieren und die Entwicklung von KI verantwortungsvoll und ethisch zu gestalten.
Schlussfolgerung
Der CLEAR Act könnte einen bedeutenden Schritt in Richtung Transparenz und Verantwortung im Bereich der KI-Entwicklung darstellen. Durch die Einhaltung dieser neuen Vorschriften könnten sowohl Urheberrechtsinhaber als auch KI-Entwickler von klaren Richtlinien und einem besseren Verständnis der Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte profitieren.