Anthropic investiert 20 Millionen Dollar zur Bekämpfung von OpenAIs politischer Einflussnahme
Der Wettbewerb zwischen Unternehmen der künstlichen Intelligenz hat den Technologiebereich verlassen und ist direkt in die amerikanische Politik eingetreten. Anthropic gab am Donnerstag bekannt, dass es 20 Millionen Dollar in die Wahlen der Zwischenwahlen investieren wird.
Das Geld fließt an eine neu gegründete Gruppe, die dafür plädiert, dass die Bundesstaaten ihre Befugnis zur Regelung der KI-Technologie behalten. Dies bringt Anthropic in direkten Konflikt mit der politischen Operation von OpenAI sowie dem Weißen Haus, das eine bundesweite Kontrolle über die KI-Politik anstrebt.
In der Ankündigung betonte Anthropic: „Die Unternehmen, die KI entwickeln, haben die Verantwortung, sicherzustellen, dass die Technologie dem Gemeinwohl dient und nicht nur ihren eigenen Interessen.“ Die Gruppe unterstützt Kandidaten, die sich gegen Bestrebungen wenden, den Bundesstaaten die Autorität über KI-Technologie zu entziehen.
Herausforderungen durch die Bundesregierung
Ein Dekret von Präsident Trump aus dem Dezember verschärft den Konflikt. Dieses Dekret fordert die Bundesbehörden auf, einen nationalen Rahmen für KI mit minimalen Regeln zu entwickeln, um strengere staatliche Vorschriften zu überstimmen. Zudem wurde eine Taskforce des Justizministeriums ins Leben gerufen, um die staatlichen KI-Gesetze rechtlich anzugreifen.
Mehrere Bundesstaaten haben Vorschriften, die 2026 in Kraft treten oder sich in den Gesetzgebungsverfahren befinden. Colorado hat sein KI-Gesetz auf den 30. Juni 2026 verschoben, wird jedoch weiterhin verlangen, dass Unternehmen, die „hochriskante“ KI-Systeme entwickeln, Diskriminierung in ihren Algorithmen verhindern.
Ideologische Spaltung und finanzielle Rivalität
Die Blogbeiträge von Anthropic enthalten subtile Angriffe auf OpenAI, ohne diese namentlich zu nennen, und warnen davor, dass „große Ressourcen in politische Organisationen geflossen sind, die gegen“ Bemühungen zur Verbesserung der KI-Sicherheit sind. Wenn die von Anthropic unterstützten Kandidaten genügend Sitze gewinnen, könnten sie bundesweite Gesetze blockieren und einen staatlichen Ansatz vorübergehend aufrechterhalten.
Die Rivalität zwischen Anthropic und OpenAI geht über finanzielle Mittel hinaus. Anthropic wurde von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet, die aufgrund von Sicherheitsbedenken die Organisation verlassen haben. Sie konzentrieren sich darauf, KI-Technologie weniger riskant zu gestalten, während OpenAI und seine Unterstützer eine leichtere Regulierung bevorzugen, um Innovationen zu fördern.
Fazit
Die bevorstehenden Wahlen geben den Wählern in den Bundesstaaten, die KI-Gesetze verabschiedet haben, die Möglichkeit, zwischen diesen zwei Visionen zu wählen. Ihre Entscheidung könnte darüber bestimmen, ob die Entwicklung von KI unter einem Flickenteppich von staatlichen Vorschriften oder einem einheitlichen bundesweiten System mit weniger Einschränkungen erfolgt.