Anthropic investiert 20 Millionen Dollar für AI-Regulierung im Wahlkampf

Kampf um die Regulierung von KI: Anthropic verpflichtet sich zu 20 Millionen Dollar, um OpenAI herauszufordern

Anthropic plant, 20 Millionen Dollar an US-Politiker zu spenden, die sich für eine strengere Regulierung und mehr Transparenz von Künstlicher Intelligenz (KI) einsetzen, im Vorfeld der Midterm-Wahlen im November.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Unternehmens wird die politische Spende an eine Interessengruppe geleistet, die die Idee unterstützt, dass die Bundesstaaten ihre eigenen KI-Richtlinien festlegen sollten.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Gruppe wurde gegründet, um einem Netzwerk von Super-PACs entgegenzutreten, das von Führungskräften eines anderen KI-Unternehmens ins Leben gerufen wurde. Diese Gruppe lehnt es ab, dass die Bundesstaaten als primäre Labore für die Regulierung von KI fungieren, und befürwortet eine „Bundesvorherrschaft“, die es einem nationalen Gesetz ermöglicht, künstliche Intelligenz zu regeln.

„Die Unternehmen, die KI entwickeln, tragen die Verantwortung, sicherzustellen, dass die Technologie dem Gemeinwohl dient und nicht nur ihren eigenen Interessen“, erklärte das Unternehmen.

Wichtigkeit der kommenden Wahlen

In den bevorstehenden Midterm-Wahlen wird die KI-Branche eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Wahllandschaft spielen. Es ist möglich, dass das Thema KI-Regulierung im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht.

Anthropic, das sich als „sicherheitsorientierter“ KI-Entwickler positioniert hat, äußerte in einem Blogbeitrag: „KI wird schneller angenommen als jede andere Technologie in der Geschichte, und das Zeitfenster, um die Politik richtig zu gestalten, schließt sich. Dennoch gibt es keine offiziellen Richtlinien und kein bundesweites Rahmenwerk in Sicht.“

Finanzierung und Wettbewerb

Ein ehemaliger Abgeordneter und Mitbegründer der Gruppe erklärte, dass Public First mit Hilfe von Anthropics Spende und weiteren Mitteln 75 Millionen Dollar sammeln wird. Eine andere Gruppe, die sich ebenfalls um KI-Regulierungen kümmert, hat bereits mehr als 125 Millionen Dollar gesammelt und wird von einem weiteren großen KI-Unternehmen unterstützt. Diese Gruppe lehnt strenge KI-Regulierungen ab, die das Innovationspotenzial beeinträchtigen könnten.

Schlussfolgerung

Der Kampf um die Regulierung von KI nimmt an Fahrt auf, während sich politische Akteure auf die bevorstehenden Wahlen vorbereiten. Die Diskussion über die richtige Balance zwischen Innovation und Regulierung wird entscheidend sein, um die zukünftige Entwicklung der KI-Technologie zu gestalten.

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