„Schütze, was menschlich ist“: Aktivisten im Werbefeldzug gegen KI
Ein Werbefeldzug im Wert von 8 Millionen Dollar wurde in den USA gestartet, da Aktivistengruppen versuchen, die wachsende Macht der Technologieunternehmen einzuschränken und Regelungen für künstliche Intelligenz (KI) zu unterstützen.
Die Kampagne mit dem Titel Schütze, was menschlich ist wird von einem Non-Profit-Institut finanziert, das sich dafür einsetzt, transformative Technologie so zu steuern, dass sie dem Leben zugutekommt und extremen Risiken entgegenwirkt.
Inhalte der Werbespots
In einem der 60-sekündigen Werbespots fragt der Sprecher: „Wird die nächste Generation von Amerikanern mit den Freunden, Mentoren, Lehrern und Trainern aufwachsen, die uns geprägt haben?“ Dabei wird betont, dass Maschinen keine Kinder großziehen können und dass wir ein Mitspracherecht in der Zukunft der KI haben sollten.
Ein weiterer Spot hebt hervor: „Unsere Hände haben Amerika gebaut“ und stellt fest, dass die wichtigste Intelligenz die menschliche ist. Der Schlusssatz lautet: „Schütze, was menschlich ist, reguliere KI.“
Unterstützer der Kampagne
Unter den Unterstützern der Werbekampagne befindet sich eine Mutter, die nach dem Suizid ihres Sohnes, der lange mit einem KI-Chatbot kommuniziert hatte, rechtliche Schritte gegen Technologieunternehmen unternahm. Sie hat vor dem Kongress ausgesagt und gefordert, dass die Technologiebranche zur Verantwortung gezogen wird.
Im vergangenen Jahr sorgte das Institut für Aufsehen, als es Hunderte prominente Politiker und Technologieexperten zusammenbrachte, um eine Petition zum Verbot von KI-Superintelligenz zu unterzeichnen.
Ängste und Regulierung
Die Kampagne kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen zeigen, dass die Ängste in den USA hinsichtlich KI zunehmen. Diese Ängste sind unter anderem auf mögliche Arbeitsplatzverluste und Bedenken bezüglich des Missbrauchs von KI-Tools zurückzuführen.
In den letzten Monaten gab es einen parteiübergreifenden Vorstoß, um die regulatorische Aufsicht über KI zu erhöhen. Ein Hollywood-Star trat zusammen mit Mitgliedern des Kongresses auf, um über die Aufhebung von rechtlichen Schutzmaßnahmen zu sprechen, die soziale Medien von der Verantwortung für von Benutzern veröffentlichten Inhalten freistellen.
Schlussfolgerung
Obwohl einige Politiker versuchen, die Regulierung von Technologieunternehmen zu lockern, betonen die Organisatoren der Kampagne, dass ihre Vision nicht gegen Technologie gerichtet ist, sondern pro-menschlich sein soll. „Wir glauben an Fortschritt und Innovation, jedoch nicht auf Kosten unserer Würde, unserer Gemeinschaften oder unserer Familien“, sagen die Organisatoren.