AI und Songwriting: Nashville setzt sich für Urheberrechte ein

Nashville Songwriters Association International und KI-Regulierung

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein zentrales Anliegen für die Songwriting-Community. In den letzten Jahren hat sich die KI-generierte Musik zunehmend verbreitet und ist leichter zugänglich geworden. Musik, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wird, ist bereits auf sozialen Medien wie TikTok präsent. Mit dem Fortschritt der KI wird es immer schwieriger, zwischen Musik von Menschen und Musik von Maschinen zu unterscheiden.

Eine Studie ergab, dass 97 % der Menschen den Unterschied zwischen Musik von echten Künstlern und KI-generierter Musik nicht erkennen können. Dies stellt ein großes Problem dar, da KI noch in den Kinderschuhen steckt.

Besuch bei den Gesetzgebern

Die Nashville Songwriters Association International (NSAI) hat dies erkannt und besuchte kürzlich das Kapitol, um mit Gesetzgebern zu sprechen. Vertreter der NSAI informierten die Entscheidungsträger über die Funktionsweise des KI-gestützten Songwritings. Viele dieser KI-Tools durchsuchen das Internet und „scrapen“ Inhalte, oft von Piratenseiten, um diese Daten in kleine Teile zu zerlegen und neu zu formulieren.

Ein prominenter Schöpfer bezeichnete KI sogar als „Plagiatsmaschine“. Die Technologie beeinflusst bereits alle Bereiche der Medien und Kunst. So gab es einen KI-generierten Song, der die Billboard Country Digital Songs Sales Chart anführte, was zeigt, wie weit diese Technologie bereits fortgeschritten ist.

Die Herausforderungen für Songwriter

Songwriter berichteten, dass sie zunehmend gegen KI-generierte Songs antreten, die möglicherweise Teile ihrer eigenen Werke verwenden. Dies führt zu einer besorgniserregenden Wettbewerbsituation, in der Künstler gegen von KI geschaffene Musik antreten müssen, die auf ihren eigenen Kreationen basiert.

Trotz dieser Herausforderungen räumten einige Songwriter ein, dass bestimmte KI-Tools den Prozess des Pitchings von Demos beschleunigen und das Songwriting insgesamt erschwinglicher machen. Dennoch sind diese Vorteile nicht ausreichend, um die negativen Auswirkungen der KI zu kompensieren.

Vorschläge zur Regulierung

Die NSAI präsentierte den Gesetzgebern eine einfache Forderung, die als die „Vier P’s“ bekannt ist:

  • Erlaubnis: KI-Systeme sollten die Erlaubnis von Urheberrechtsinhabern einholen, um mit deren Werken zu trainieren.
  • Vergütung: Sie sollten für dieses Training bezahlen und die Vergütung im freien Markt aushandeln.
  • Nachweis: Sie sollten dokumentieren, worauf sie trainieren, damit bekannt ist, welche Daten verwendet werden.
  • Strafen: Urheberrechtsinhaber sollten die Möglichkeit haben, kostengünstig Klage einzureichen, wenn die Regeln nicht befolgt werden.

Fazit

Die Nashville Songwriters Association International setzt sich für eine Regulierung der fortschreitenden Technologie ein, die derzeit kaum Richtlinien hat. Ohne angemessene Regulierung könnte die KI-Revolution die Kreativität und Kunst aus der Bahn werfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Gesetzgeber die Anliegen der NSAI ernst nehmen.

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