Memorandum zur Anwendung bestehender Gesetze auf KI
Am 25. Februar veröffentlichte die Generalstaatsanwaltschaft ein Memorandum, das erläutert, wie bestehende Gesetze des Bundesstaates auf Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) angewendet werden können, die in Bereichen wie Mieterscreening, Einstellungsentscheidungen, Kreditrisiko und Kreditvergabe, Versicherungsansprüchen sowie gezielter Verbraucherwerbung verwendet werden.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Das Memorandum umreißt mehrere gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Büro des Generalstaatsanwalts nutzen kann, um mit KI-bezogenen Verhaltensweisen umzugehen. Dazu gehören die Bürgerrechtsgesetze, das Datenschutzgesetz des Bundesstaates, das Gesetz über unlautere Handelspraktiken sowie das Antitrustgesetz.
Es wird erklärt, dass bestehende Antidiskriminierungsgesetze auf automatisierte Entscheidungsfindung in der gleichen Weise Anwendung finden wie auf traditionelle Geschäftspraktiken. Die Gesetze des Bundesstaates verbieten Diskriminierung in Bereichen wie Beschäftigung, Wohnen, Versicherung und Kreditvergabe basierend auf geschützten Merkmalen.
Das Memorandum weist auch darauf hin, dass bundesstaatliche Antidiskriminierungsgesetze auf KI-basierte Entscheidungstools anwendbar sein können, einschließlich des Gesetzes über die Chancengleichheit im Kreditwesen, das bei Kreditentscheidungen, die algorithmische Modelle verwenden, Mitteilungen über nachteilige Maßnahmen erfordert.
Relevante rechtliche Rahmenbedingungen für KI-Systeme
Das Memorandum skizziert mehrere bestehende rechtliche Rahmenbedingungen, die für Unternehmen bei der Entwicklung oder Bereitstellung von KI-Systemen von Bedeutung sein könnten:
Bürgerrechtsgesetze: Antidiskriminierungsgesetze gelten für algorithmische Entscheidungsfindung in Bereichen wie Beschäftigung, Wohnen, Versicherung und Kreditvergabe.
Datenschutzpflichten: Das Datenschutzgesetz des Bundesstaates gewährt Verbrauchern Rechte auf Zugang, Löschung, Berichtigung und Widerspruch gegen bestimmte Verwendungen ihrer persönlichen Daten.
Daten- und Informationssicherheit: Die Safeguards Law und die Breach Notification Law des Bundesstaates verlangen von Unternehmen, persönliche Informationen zu schützen und bestimmte Datenverstöße zu melden.
Verbraucherschutz- und Antitrustgesetze: Das Gesetz über unlautere Handelspraktiken und das Antitrustgesetz des Bundesstaates können zur Anwendung kommen, wenn KI in täuschenden Praktiken oder wettbewerbswidrigem Verhalten eingesetzt wird.
Implikationen und Risiken
Die Gesetzgeber und Regulierungsbehörden des Bundesstaates prüfen aktiv, wie KI-Systeme die Verbraucherfinanzierung und andere kommerzielle Entscheidungsfindungen beeinflussen können. Das Memorandum spiegelt einen Ansatz wider, der bestehende Verbraucherschutz-, Datenschutz-, Antidiskriminierungs- und Wettbewerbsrechte auf KI-bezogenes Verhalten anwendet, anstatt einen neuen regulatorischen Rahmen zu schaffen.
Obwohl das Memorandum weder verbindlich noch präzedenzbegründend ist, bietet es Einblicke, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Zukunft mit diesen Themen umgehen wird.