AI-Transparenz: Technologieunternehmen müssen Verantwortung übernehmen

Mit der Verantwortung von KI: Aufsichtsräte von Technologiegiganten müssen mehr Transparenz fordern

Die globalen Investitionen in Technologien der künstlichen Intelligenz werden in diesem Jahr voraussichtlich 500 Milliarden Dollar überschreiten, wobei eine Handvoll Technologiegiganten über 60 % der weltweiten Cloud-Infrastruktur und Datenverarbeitungsleistung verfügt. Diese Technologien bilden das Rückgrat einer neuen Ära der wirtschaftlichen Transformation.

Integration von KI in verschiedene Sektoren

Künstliche Intelligenz wird zum Rückgrat grundlegender Operationen in verschiedenen Bereichen, von Gesundheitssystemen über Finanznetzwerke bis hin zu Regierungsdiensten und Lebensmittelversorgungsketten. Ihre Integration wird weitreichende Auswirkungen auf die Branchen haben und darüber entscheiden, wie Gesellschaften funktionieren sowie den Erfolg oder Misserfolg der zukünftigen Wirtschaft beeinflussen.

Risiken und Rechte

Jede Organisation, die diese Systeme entwickelt, beschafft oder implementiert, hat die Macht, Risiken und Rechte in der Folge zu gestalten. Die Entscheidungen, die Technologiefirmen heute treffen, werden darüber entscheiden, ob diese Transformation die Resilienz und das Vertrauen stärkt oder Risiken und Ungleichheiten verstärkt.

Wenn ein KI-Produkt ohne robuste Prinzipien wie Transparenz, Verantwortung und Respekt für Menschenrechte eingeführt wird, kann dies zu schädlichen Inhalten führen, die weit verbreitet sind und regulatorische Rückschläge auslösen. Dies wurde beispielsweise bei der Kritik an einer Plattform deutlich, die nicht in der Lage war, die massenhafte Erstellung sexualisierter KI-generierter Bilder von Frauen und Kindern zu verhindern.

Aktuelle Entwicklungen in der ethischen KI

Eine Analyse von 200 großen Technologieunternehmen hat ergeben, dass nur 38 % von ihnen ethische KI-Prinzipien veröffentlichen, während kein Unternehmen umfassende Ergebnisse von Menschenrechtsauswirkungsbewertungen für die KI-Systeme, die sie entwickeln, kaufen oder nutzen, offengelegt hat. Diese Lücke zwischen Versprechen und Praxis ist besorgniserregend.

Besonders alarmierend ist, dass die Transparenz im Bereich KI, wie die öffentliche Offenlegung von Prinzipien, zurückgeht. Im Jahr 2025 berichteten nur neun Unternehmen zum ersten Mal über ihre KI-Prinzipien, verglichen mit 19 im Jahr 2024.

Positive Trends und Herausforderungen

Obwohl einige positive Trends erkennbar sind, bleiben bedeutende Unternehmen ohne öffentliche KI-Prinzipien und sind oft unresponsive gegenüber den Bemühungen von Investoren. Die Veröffentlichung von KI-Prinzipien ist nur der erste Schritt zur Verbesserung der Menschenrechtsauswirkungen.

Es gibt jedoch einen Silberstreif am Horizont: Mehr Unternehmen erkennen KI als materielle Risikoquelle an, was auf einen Wandel hinweist, der die realen Auswirkungen von KI anerkennt. Einige Unternehmen haben bereits menschenrechtskonforme KI zu ihrer obersten Priorität gemacht.

Regulatorische Verpflichtungen

Die regulatorische Uhr tickt, insbesondere in Europa, wo Transparenz- und HRIA-bezogene Verpflichtungen schrittweise in Kraft treten. Die grundlegenden Rechteauswirkungsbewertungen für hochriskante KI-Systeme werden im August dieses Jahres wirksam. Kurz gesagt: Was heute freiwillig ist, wird morgen verpflichtend sein.

Fazit

Wir erreichen einen kritischen Punkt für die Transparenz von KI, während die Technologie essentielle Infrastrukturen dominiert. Der Weg nach vorne erfordert nicht nur weitere Versprechungen, sondern einen Wechsel von Prinzipien zu Beweisen, wie rigorosen Menschenrechtsauswirkungsbewertungen und messbaren Verbesserungen. Aufsichtsräte, die erwarten, dass KI das Wachstum vorantreibt, müssen auf eine verantwortungsvolle Governance bestehen.

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