Staatliche KI-Vorschriften könnten CIOs mit unbrauchbaren Systemen zurücklassen
Mit dem hastigen Voranschreiten der Staaten, KI zu regulieren, stehen CIOs vor der Aussicht, dass Systeme unter neuen Gesetzen unbrauchbar oder wirtschaftlich unpraktisch werden. Diese Gesetze drohen, die Compliance-Kosten in die Höhe zu treiben, die Rendite der Investitionen zu verringern oder Investitionen ganz zu stranden.
Einführung in die Regulierung
Beispielsweise haben einige Gesetzgeber in einem Bundesstaat angekündigt, Gesichtserkennungstechnologien im Einzelhandel verbieten zu wollen, nachdem berichtet wurde, dass ein Lebensmittelgeschäft solche Technologien zur Identifizierung von Wiederholungstätern einsetzt. In einem anderen Bundesstaat wird ein Verbot von elektronischen Regaletiketten in größeren Lebensmittelgeschäften erwogen, da Bedenken bestehen, dass dynamische Preissetzung Arbeitsplätze verdrängen könnte.
Die Gesetzgebung in einem weiteren Bundesstaat würde dynamische Preisgestaltung und die Nutzung von Überwachungsdaten verbieten, jedoch nicht die Verwendung elektronischer Regaletiketten selbst. Einzelhändler argumentieren, dass diese Technologien die betriebliche Effizienz und das Kundenerlebnis verbessern.
Patchwork-KI-Gesetze setzen bestehende Systeme aufs Spiel
Verschiedene Staaten ziehen KI-Vorschriften für Systeme in Bereichen wie Gesundheitswesen, Versicherungen, Personalwesen und Finanzen in Betracht. Unter einigen Vorschlägen wären Unternehmen verpflichtet, den Regulierungsbehörden Informationen über KI-Entscheidungsbäume, Dokumentationen der Trainingsdaten, Auditergebnisse und Kundenbenachrichtigungen zur Nutzung von KI-Systemen zur Verfügung zu stellen.
Die damit verbundenen Compliance-Kosten werden laut Experten voraussichtlich steigen, was Unternehmen organisatorische Kosten und Managementzeit aufbürdet, die sie nicht eingeplant haben.
Langfristige Kosten der regulatorischen Compliance
Ein Beispiel für die dynamischen Kosten ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, wobei große Unternehmen im Durchschnitt beträchtliche Summen für die anfängliche Compliance ausgeben und jährliche Wartungskosten von 20 % bis 30 % der Anfangsinvestition erreichen.
Trotz des wachsenden regulatorischen Risikos scheinen Unternehmen nicht bereit zu sein, die Implementierung von KI zu verlangsamen. Die Technologie ist bereits tief in den Betriebsabläufen der Organisationen verwurzelt und entscheidend für Geschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Regulatorische Veränderungen und Governance
Die meisten KI-Gesetze in den Bundesstaaten werden nicht verabschiedet, und selbst wenn einige in Kraft treten, verlieren sie möglicherweise an Wirkung. Ein Beispiel ist ein Gesetz, das Audits von KI-gestützten Einstellungsverfahren verlangt, um sicherzustellen, dass diese frei von Vorurteilen sind. Viele Arbeitgeber behaupten, dass die Einschränkungen des Gesetzes es ihnen ermöglichen, die Compliance zu umgehen.
CIOs müssen robuste interne Rahmenbedingungen für die Implementierung von KI schaffen, um besser auf gesetzliche Änderungen reagieren zu können. Dennoch können regulatorische Verschiebungen Unternehmen mit technisch einwandfreien, aber rechtlich unbrauchbaren Systemen zurücklassen.
Fazit
Für CIOs bleibt nur die Gewissheit, dass Staaten auf überraschende Weise auf KI reagieren könnten, und sie müssen darauf vorbereitet sein.