PRESSEMITTEILUNG: Maritime Union fordert KI-Regulierung zum Schutz australischer Arbeitsplätze und der Souveränität der Lieferkette
Einleitung
Am Montag, den 23. März 2026, hat die Maritime Union von Australien die australische Regierung aufgefordert, die KI in strategisch wichtigen Bereichen der Lieferkette, wie z.B. im Stevedoring und in den Hafenservices, schnell zu regulieren. Diese Forderung erfolgt im Kontext einer globalen Lieferkettenkrise und eines Öl-Schocks.
Kritische Situation
Die australischen Terminals, die von einem multinationalen Unternehmen betrieben werden, stehen vor einem Automatisierungs- und KI-Kontrollprojekt. Dies könnte bis zu 1.000 Arbeitsplätze bedrohen, was mehr als 60 % der Belegschaft ausmacht. Die vorgeschlagene Automatisierung würde qualifizierte, gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze durch fahrerlose Fahrzeuge und fernbediente Kräne ersetzen.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Das Unternehmen, das die australischen Terminals betreibt, generiert jährlich Hunderte von Millionen Dollar, zahlt jedoch kaum Steuern in Australien. Die Hauptbeiträge zur Wirtschaft des Landes stammen von den Löhnen und Steuern der Mitarbeiter.
Bericht und Empfehlungen
Der Bericht „Arbeitsplatzverluste und Gewinnverschiebungen: Wie KI-Automatisierung Australiens wirtschaftliches Wohlergehen bedroht“ wird heute im australischen Parlament vorgestellt. Die Empfehlungen des Berichts umfassen:
- Strenge Aufsicht, Transparenz und Verantwortlichkeit für KI-Systeme am Arbeitsplatz.
- Schutz der Arbeitnehmerdaten und Verbot invasiver Überwachungspraktiken.
- Priorisierung von Sicherheit, Arbeitsplatzsicherheit und öffentlichem Nutzen über Unternehmensgewinne.
- Gewährleistung vollständiger Verhandlungsrechte und geschützter Arbeitskämpfe bei Einführung von KI oder Automatisierung.
- Stärkung der Steuertransparenz und Bekämpfung von Gewinnverschiebungen.
Schlussfolgerung
Die Maritime Union warnt davor, dass die Automatisierung durch ausländische multinationale Unternehmen nicht nur gegen die nationalen Sicherheits- und Wirtschaftsbedürfnisse Australiens verstößt, sondern auch die Arbeitnehmer und die lokale Wirtschaft in Gefahr bringt.