AI-Arbeitsrecht 2026: Herausforderungen und bewährte Verfahren für Arbeitgeber

Navigieren in der AI-Beschäftigungslandschaft 2026: Überlegungen und Best Practices für Arbeitgeber

Die Regulierung und Rechtsprechung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) wird im Jahr 2026 in den Vordergrund rücken, da neue Gesetze, Richtlinien und Durchsetzungsprioritäten auf Bundes- und Landesebene eingeführt werden. Arbeitgeber sehen sich in diesem Jahr einem sich schnell entwickelnden Flickenteppich von bundesstaatlichen KI-Gesetzen gegenüber, die unterschiedliche Anforderungen an Transparenz, Risikobewertung und Antidiskriminierung in der Nutzung von KI-Systemen, insbesondere im Beschäftigungskontext, stellen.

Gesetze und Vorschriften zur künstlichen Intelligenz in den USA

Ab dem 30. Juni 2026 führt Colorado mit dem Gesetz SB 24-205 neue Compliance-Verpflichtungen für Unternehmen ein, die in Colorado tätig sind und „hochriskante“ KI-Tools zur Entscheidungsfindung im Beschäftigungsbereich verwenden. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Risikobewertungen: Arbeitgeber müssen hochriskante KI-Systeme bewerten, um potenzielle Schäden zu identifizieren und zu mindern.
  • Transparenzhinweise: Kandidaten und Mitarbeiter müssen informiert werden, wenn KI Einfluss auf Beschäftigungsentscheidungen hat.
  • Standard der angemessenen Sorgfalt: Arbeitgeber müssen proaktive Schritte unternehmen, um algorithmische Diskriminierung zu verhindern.

Vorbereitung auf die Einhaltung der Vorschriften

Arbeitgeber sollten ihre Richtlinien überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen des Colorado AI Act entsprechen. Zu den wichtigen Bereichen gehören:

  • Compliance-Roadmaps: Entwicklung eines klaren Plans, um alle Anforderungen vor dem Stichtag zu erfüllen.
  • Risikobewertungsrahmen: Implementierung praktischer Werkzeuge zur Identifizierung und Minderung von Bias in KI-gestützten Beschäftigungsentscheidungen.

Bundesstaatliche Entwicklungen und Vorschriften

Kalifornien hat mit dem Gesetz SB 53, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat, neue Anforderungen für Entwickler von „Frontier“-KI-Modellen eingeführt. Diese Unternehmen müssen ein öffentliches „Frontier AI Framework“ veröffentlichen, das beschreibt, wie sie katastrophale Risiken identifizieren und mindern.

Das Gesetz AB 853, das am 2. August 2026 in Kraft tritt, stellt neue Anforderungen an generative KI-Systeme und verpflichtet deren Schöpfer zur Bereitstellung eines KI-Erkennungstools für Nutzer.

Risiken und rechtliche Herausforderungen

Aktuelle Rechtsstreitigkeiten, wie der Fall Mobley gegen Workday, zeigen die rechtlichen Risiken der Nutzung von KI bei Einstellungsentscheidungen auf. In diesem Fall wird behauptet, dass die KI-gestützten Rekrutierungstools von Workday systematisch ältere, schwarze und behinderte Bewerber abgelehnt haben.

Fazit

Die Landschaft der KI-Regulierung entwickelt sich schnell und Arbeitgeber müssen proaktive Maßnahmen ergreifen, um rechtlichen Herausforderungen und Compliance-Anforderungen gerecht zu werden. Die Einhaltung der Vorschriften sowie die Implementierung von Transparenz- und Antidiskriminierungsmaßnahmen sind entscheidend für den Erfolg in der sich wandelnden AI-Beschäftigungslandschaft.

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