Agentische KI, faltbare Geräte und Regulierung werden 2026 die Geräte neu gestalten
Der Gerätemarkt wird sich 2026 von KI-Demos zu experimentellen „agentischen“ Ausführungen bewegen – Smartphones, die nicht nur Inhalte generieren, sondern auch mehrstufige Aufgaben über Apps hinweg erledigen können. Das Problem ist, dass diese Fähigkeiten kommen werden, bevor die Branche die schwierigen Probleme wie Zuverlässigkeit, Datenschutz, Sicherheit und Haftung gelöst hat, wenn ein KI-Agent im Namen des Nutzers handelt.
Frühe Anzeichen und Entwicklungen
Bereits Ende 2025 haben Unternehmen neue Produkte eingeführt, die darauf abzielen, Drittanbieter-Apps zu navigieren, um Aufgaben wie die Buchung von Reisen oder das Bezahlen von Rechnungen zu erledigen. Im Jahr 2026 wird erwartet, dass der allgemeine Druck von plattformbasierten Agenten ausgeht. Große Tech-Unternehmen werden die nächste Generation von Assistenten als Funktionen des Betriebssystems positionieren, die Workflows orchestrieren – damit sich das Smartphone von einer passiven Schnittstelle zu einem „digitalen Arbeiter“ entwickelt. Hochleistungs-Silizium wird mehr On-Device- und hybride Ausführungen ermöglichen.
Regulierung als definierendes Element
Die Regulierung wird ein weiteres entscheidendes Element sein und die Erfahrungen je nach Region fragmentieren. In der EU wird das KI-Gesetz entscheidend von der Regelsetzung zur Durchsetzung übergehen, was zu häufigeren Audits, Konformitätsbewertungen, Dokumentationsanforderungen und Strafen, insbesondere für Hochrisikosysteme, führen wird. In den USA wird es wahrscheinlich weiterhin sektorenorientiert bleiben, geprägt von Bundesbehörden und staatlichen Gesetzen, während der Kongress weiterhin grundlegende Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Herkunft von Inhalten erörtert. China wird weiterhin eine zentralisierte Governance verfolgen und die Lizenzvergabe, Sicherheitsüberprüfungen und Wasserzeichen ausbauen, wobei soziale Stabilität, Datenkontrolle und inländische Innovation priorisiert werden. Für OEMs wird es schwieriger, ein „globales KI-Feature-Set“ aufrechtzuerhalten.
Innovation im Hardware-Bereich
Die Hardware-Innovation wird sich beschleunigen, insbesondere im Bereich der faltbaren Geräte. Diese Kategorie wird 2026 durch zwei Katalysatoren einen bedeutenden Schub erhalten: Das erste faltbare iPhone wird erwartet, und Unternehmen haben die Absicht, dreifach faltbare Geräte über begrenzte Märkte hinaus auszubauen. Wettbewerber werden ebenfalls versuchen, dreifach faltbare Designs zu fördern, was den Wettbewerbsdruck auf Preisgestaltung und Haltbarkeit erhöhen und das Bewusstsein der Verbraucher für neue Formfaktoren erweitern wird.
Wearables und AR-Brillen
Wearables werden zunehmend als „KI-zuerst“ Gesundheitsgeräte vermarktet, die von allgemeinen Einblicken zu personalisiertem Coaching und klinisch orientierten Workflows übergehen. Es wird eine tiefere Integration von Cloud- und On-Device-Analyse, verbesserte Sensoren und eine bessere Datenverknüpfung über Geräte hinweg erwartet. AR-Brillen werden sich allmählich weiterentwickeln, wobei der Fokus auf leichten Anwendungsfällen liegt – Benachrichtigungen, Navigation, Übersetzung und Anrufe, die typischerweise an Smartphones gebunden sind.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden ebenfalls Einfluss nehmen. Die Inflation bei Komponenten, insbesondere im Bereich des Speichers, wird die Herstellungskosten von Smartphones erhöhen und die durchschnittlichen Verkaufspreise nach oben treiben. Geopolitik wird zu Einschränkungen bei Chips und regionalen Modellen führen. Eine Ungewissheit bleibt bezüglich der Zölle auf Halbleiter: Selbst wenn die endgültigen Zölle begrenzt sind, wird die politische Volatilität zu „Unsicherheitskosten“ führen, die sich auf die Preisgestaltung und Planung von OEMs und Verbrauchern auswirken werden.